4 Mar

Lauenburg schafft, was andere nicht können

Lauenburg an der Elbe baut Brücken, die andere einreißen wollen und an einigen Stellen damit Erfolg haben. In Zeiten von AfD, Front National, FPÖ, UKIP und vielen anderen rechtspopulistischen Parteien in Europa ist in den Bevölkerungen große Offenheit gegenüber nationalistischer Rhetorik und ausgrenzendem Aktionismus weit verbreitet. Und auch außerhalb europäische Grenzen ist ein verstärkter Rechtruck zu erkennen.

Die Welt rückt auseinander

nina-hagen_124736Doch was sind die Gründe für den Rückzug in die eigenen Ländergrenzen? Woher kommt die Tendenz einer Öffentlichkeit, insbesondere in Europa aber auch auf globaler Ebene, sich als isolierte Einheit umgeben von “anderen” zu sehen und die “anderen” in einem derart verzerrten Feindbild zu platzieren? Warum scheint das Beispiel Lauenburg, Brücken für Vielfalt, Toleranz und Demokratie zu bauen, ein sich auflösender Gedanke zu sein?

Die Symptome sind einigermaßen deutlich. Die Politik beanspruchte diverse menschliche Katastrophen für sich und machte sie zu Wahlkampfthemen, ob diese nun direkte Effekte auf das eigene Land hatten oder nicht. Syrien ist hierbei nur ein Beispiel von vielen, die die Stimmung in Europa aufgeheizt und Fremdenfeindlichkeit zu einem geradezu salonfähigen Thema gemacht haben. Die jahrelange Situation in Syrien sorgte erst dann für die Entstehung von Pegida und Co., als der Konflikt zwischen der syrischen Bevölkerung und der Regierung Assads bereits von friedlichen studentischen Protesten in einen Bürgerkrieg eskaliert war. Zu dem Zeitpunkt schrieben sich diverse neue Parteien und Organisationen in Europa Anti-Flüchtlingsslogans und die Besinnung auf nationale Interessen auf die Fahnen.

Lauenburg ist keine Ausnahme

Doch es gibt Widerstand gegen die rechtspopulistische Agenda der Politik und diverser Gruppen weltweit. Um nur einige Beispiele zu nennen: Nach der Wahl Donald Trumps zum 45. US-Präsidenten schossen Demonstrationen und Protestversammlungen gegen seine “America first”-Politik wie Pilze aus dem Boden. Und es ist kein Ende in Sicht. Auch Marine Le Pen, Parteichefin der französischen Front National, wurde in ihre Schranken verwiesen. Gegen sie wird wegen Verbreitung von Gewaltbildern ermittelt, mit denen sie ihre Präsidentschaftskandidatur befeuerte.

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